Lecksuche in Natursteinmauerwerk

Von admin am Juli 11, 2010

Gerade im Bereich der denkmalgeschützten Bausubstanz wird nach schonend arbeitenden Messverfahren gesucht, die dennoch gute Möglichkeiten zur Beurteilung des Feuchtehaushalts der gemessenen Objekte bieten. Oft steht die Frage nach Messungen in Mauerwerk aus Naturstein. In vielen Fällen ist das zu messende Material aber nicht bekannt oder soll erst nach der Messung an ausgewählten Stellen untersucht werden.

Punktuell arbeitende Messverfahren, die nur Aussagen von einzelnen Messstellen liefern, stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Eine Beurteilung ist wegen der großen Schwankungen kaum möglich.

Mikrowellen-Rastefeuchtmessungen sind für solche Aufgabenstellungen bestens geeignet, da sie auf einem statistischen Messansatz basieren.

Nicht die Einzelmessung ist entscheidend, sondern die Vielzahl der in kurzer Zeit aufnehmbaren Messwerte. Damit lassen sich auch in von der Materialseite her unbekannten Objekten sehr wertvolle Erkenntnisse über den Feuchtehaushalt von Objekten ermitteln.

Das Bild zeigt eine Messung in einem Tonnengewölbe im Keller der Luxemburgischen Nationalbibliothek. Der dort eingetretene Feuchteschaden war ursprünglich auf die Klimaanlage zurückgeführt worden, was sich aber nicht als zutreffend erwies. Die Rasterfeuchtemessung weist vielmehr deutlich zwei Wasserfahnen in der oberen Hälfte der Darstellung aus. Diese resultieren aus Wassereintritten durch die Wand von der dahinterliegenden Strasse her.

Tonnengewölbe

Tonnengewölbe

Quelle: hf sensor GmbH, Leipzig

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